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Nur ein Kleinstaufgebot des USC suchte am vergangenen Wochenende das OL-Abenteuer in der Märkischen Heide im Schenkenländchen.
Das ausgewählte Gelände - historisch geprägt durch die letzte Kesselschlacht des II. Weltkrieges vor Berlin mit unglaublich vielen militärischen und zivilen Opfern - wurde vom Veranstalter als gut belaufbarer offenen Kiefernwald angeboten. Es war im Zentrum der Karte sehr flach, aber die Belaufbarkeit war durch den elastischen Moosboden - vor allen Dingen auf der ultralangen Distanz - äußerst kräftezehrend.
Zum "Warmlaufen" war der Anmarschweg zum Sprint-Start am Nordrand der Gemeinde Märkisch-Buchholz mit 2,6 km reichlich bemessen. In einigen Altersklassen war der Anmarschweg wesentlich länger als die Wettkampfbahn! Der Bahnleger Henry Jobst hatte für den BRL-Mittel schulbuchmäßige Bahnen mit häufigen Richtungswechseln auf die Karte gebracht -  allerdings bot dadurch die Postendichte keine Routenwahl (auf Friedemanns und meiner Bahn bei 1,6 km 13 Posten!), alle Posten mussten direkt angelaufen werden und führten zu schnellen Zeiten und geringen Zeitdifferenzen zwischen den Platzierungen.
Glückwunsch für Veronika, die ihre Konkurrenz mit einer knappen Minute Vorsprung sicher "im Griff" hatte! Für die übrigen 5 Starter unserer Abteilung reichte es nicht für Podestplätze.
Am Sonntag dann wieder bei herrlichstem Frühlingswetter der Start zur ultralangen Distanz. Der Bahnleger Uwe Brettschneider hatte die fehlenden Höhenmeter in verlängerte Bahnen umgerechnet, und so waren die ausgeschriebenen Bahnlängen scheinbar doch recht erschreckend! Unklarheiten gab es am Abend noch auf der H75-Bahn, denn an der gleichen Anschlagtafel waren 3 unterschiedliche Bahnlängen 4,6 km / 6,0 km und 6,4 km ausgehängt... Bahnleger Uwe hat es dann zum Abend geklärt: es sind genau 6,03 km...
Nach nur 1,3 km Anmarschweg empfing die Starter wieder weithin durchschaubarer Wald mit einigen kleinen Seen und schwer zu querenden Luchen. Zum Glück hatten die Kartenaufnehmer nicht die vielen überwucherten uralten Granattrichter aufgenommen, sondern sich auf markante Löcher und Gruben beschränkt. Erst im Schlußteil gab es dann ausgedehnte Dickichte und frisch durchforsteten Wald mit viel Holzbruch.
Von unseren 5 USC-Startern erkämpfte Veronika erneut einen Podestplatz hinter ihrer Dauerrivalin Angelina Kulewa. Den erschöpft ins Ziel kommenden Läufern war deutlich anzusehen, dass es für alle wieder sehr, sehr kräftezehrend war.
Mich hat das Pech erwischt… Unter den Augen von 2 Kampfrichter-Damen, die mit mir "flachsten" und darauf achteten, dass ich aus dem richtigen Kasten und nicht zu früh meine Karte ziehe, griff ich die Karte…. Auf 110 m Startpflichtstrecke war Zeit für die Routenwahl - 1,3 km zu meinem ersten Posten 1... Kurz vor P1 ein Postenschirm am Hügel mit der Codierung meines 2.Postens - das konnte praktisch nicht sein... nach Sekunden grübeln die Erkenntnis: ich hatte eine falsche Karte aus dem Kasten gezogen... Also blieb nur die Wanderung zurück zum Ziel mit viel Zeit für ein ausgiebiges Kartenstudium mit Geländeabgleich...
 
Ergebnisse DBK Ultralang-OL (USC Magdeburg)
Name Klasse Platz
Veronika Lange D 55- (5) Silber
Jonas Hursie H 55- (22) AK
Friedemann Laugwitz H 75- (9) 8
Peter Wichmann H 75- (9) o.W.
Ingo Hursie DirML (8) Silber
 
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Ergebnisse BRL Mittel-OL(USC Magdeburg)
Name Klasse Platz
Sabine Behling D 45- (19) 15
Veronika Lange D 50- (13) Gold
Hannelore Laugwitz D 70- (5) 5
Carsten Behling H 45- (28) 17
Peter Wichmann H 75- (9) 4
Friedemann Laugwitz H 75- (9) 8