Textgröße

Letzten Samstag, am 18.03.2017 fuhren fünf nachtaktive Magdeburger in den Wald rund um Melchow nahe Eberswalde. Je näher wir dem Ziel kamen, desto dichter wurden die Wolken. Glücklicherweise regnete es am Ort des Geschehens nicht.
So konnten wir uns bananengestärkt auf die 1,7km lange Einlaufstrecke zum Start begeben. Da Hermann, Antje und ich sehr nahe beieinander starteten, machten wir uns gemeinsam auf zu neuen Abenteuern. Selbst die Flatterbänder waren mit Fahrradspeichenreflektoren versehen, weil sie auch mit leuchtender Stirnlampe nicht sichtbar gewesen wären. Wir ahnten, was uns im Wald erwartete. Sabine ist schon sehr zeitig gestartet, war hypernervös und aufgeregt, kam als Dritte auf ihrer Bahn ins Ziel. Antje stand zum zweiten Mal nachts im Wald, allerdings mit dem Unterschied, dass sie dieses Mal da allein durch musste. Ich durfte mit Helmut Conrad starten. Er schnappte sich mit Startsignal die Karte und düste los – gleich mal souverän quer in den offenen Wald hinein. Uff. War mein Plan doch außen herum zu laufen. Ach, was soll's. Da dort eine Stirnlampentram lief, schloss ich mich denen an. Leider hatten die auf Hälfte meiner Strecke ihren Posten und ich musste allein weiter. Nun gut. Ich war auf die folgenden Aufgaben eingestellt. Es bot sich nichts mehr außen herum an. Also quer und konsequent Schritte zählen. Wie schwer es doch ist, in der Nacht die Kompassrichtung zu halten und nicht wie die Motte sich vom Licht anderer Läufer anziehen zu lassen. Jedenfalls gab es für diese DBK Nacht in Melchow ausgerichtet vom ESV Lok Schöneweide Berlin mehrere Motivationsgründe: Die einen wollten tatsächlich für den 24-Stunden-OL trainieren. Andere wollten für eben jenem Lauf testen, wie lange ihre Stirnlampe durchhält. Und wiederum andere testeten, ob sie sich der Nachtbahn beim 24er überhaupt stellen wollen.
Am Sonntag, den 19.03.2017 gab es eine Mitteldistanz, die für uns Läufer aus Sachsen-Anhalt gleichzeitig 1. Landesranglistenlauf war. Der Tag-Start war identisch dem der Nacht. Mit müden Beinen ging es also wieder auf die 1,7km lange Einlaufstrecke, um dann im sehr offenen Wald – wieder beinahe ohne Wegvariante – über Berg und Tälchen zu heizen. Interessant - die Posten wirkten plötzlich überdimensional groß. Gut, in der Nacht war hauptsächlich der Reflektorstreifen entscheidend. Und auch hier kamen geradeso alle trocken ins Ziel. Erst auf der Heimfahrt fing der Regen an. Glück gehabt. In diesem Sinne - herzlichen Glückwunsch allen Platzierten.
Ergebnisse DBK Nacht-OL (USC Magdeburg)
Name Klasse Platz
Nadine Enoch D 40- (8) Silber
Hermann Schrader H 60- (6) 4
Peter Wichmann H 75- (2) Silber
Antje Enoch DirKL (10) 4
Sabine Behling DirML (3) Bronze
Ergebnisse 50. Berliner Winter-OL (USC Magdeburg)
Name Klasse Platz
Nadine Enoch D 40- (9) Silber
Sabine Behling D 45- (5) Bronze
Carsten Behling H 45- (13) Bronze
Hermann Schrader H 45- (13) 9
Uwe Böhning H 50- (19) 16
Peter Wichmann H 75- (3) Gold
Antje Enoch DirKL (7) Silber
 

Die Fotos wurden freundlicherweise von Peter zur Verfügung gestellt.