Nachdem in diesem verrückten Jahr unser traditionelles Vereins-Wochenende in einen Wandertag umgewandelt werden musste, bestellten wir für den 25.10.20 bestes Herbstwetter und trafen uns morgens am Bahnhof Flechtingen.

IMG 20201025 WA0025Kaum betraten wir den Wald, stolperten wir schon über die ersten Pilze. Rasch wurden Körbe und Tüten gezückt und gefüllt, anfangs noch mit allem, was essbar schien, später nur noch mit den ausgewähltesten Steinpilzen und Maronen. Die bunte Laubfärbung schnell hinter uns lassend schritten wir gemächlich und mit gebührendem Abstand durch Nadelwälder, immer wieder von Gert daran erinnert, dass das Mittagsziel noch einige Kilometer entfernt liege.

Dank zweier wahlweise kraftspendender oder likörhaltiger (danke Silke) Rastpausen bewältigten alle Wanderer zu Fuß oder im Kinderwagen die ersten 6 Kilometer und wurden mit einem liebevoll zubereiteten und ausgesprochen leckeren Buffett im Waldhotel Grieps (danke an die Crew) belohnt.

Die gefüllten Bäuche schnell noch aufs Gruppenfoto gebannt (danke Gert) und dem jüdischen Friedhof einen kulturellen Besuch abgestattet (danke Ingo) rief nun der Mörderberg nach uns. All jene, denen die ungezählten Höhenmeter nicht ausreichten, erklommen auch noch den Hochstand am höchsten Punkt der Tour. Im Hintergrund erhoben sich die "Alpen für Arme" (danke Olga): der Kalimandscharo inmitten der Börde- und Waldlandschaft. Durch Gert inspiriert, entsponnen sich Geschichten über mögliche Gründe der mörderischen Namensgebung unseres momentanen Standortes. Vermutlich ist er den gefräßigen Riesenzecken geschuldet, die sich kampferprobt an unsere Hosenbeine klebten und nur unter Einsatz allergrößter Kraftanstrengung wieder abschütteln ließen.

Schließlich erreichten die Bergwanderer an der nächsten Kreuzung die Flachwanderer und so machten sich alle 62 Beine wieder gemeinsam auf, die letzten Kilometer bis zum Kuchenbuffet zurückzulegen. Nach insgesamt 12 Kilometern Fußmarsch im Garten von Familie Hursie angekommen gab es schier unendliche Kaffeereserven (danke Ulrike) und bunte Kuchenvorräte (danke an alle Kuchenbäcker).

Die Kinder hatten Spaß beim Messerwerfen im Kerzenschein, die Erwachsenen nutzten die gemütliche Dämmerung für entspannte Gespräche. Schön war's!

Bis zum nächsten Mal, Eure Antje